Gute Stimmung und interessante Perspektiven zum Wahlkampfauftakt beim SPD Neujahrsempfang

Alle Sitzplätze in der Kulturhalle Münster waren beim gemeinsamen Neujahrsempfang der SPD Ortsvereine Münster, Dieburg und Eppertshausen besetzt, so dass, wer zu spät kam, sich um einige Stehtische gruppieren musste. An dem guten Besuch war abzulesen, dass der Wahlkampf die Menschen mobilisiert. Hoher Besuch konnte mit dem Regierungspräsidenten Jan Hilligardt begrüßt werden.  Die sozialdemokratische Sozialdezernentin des Kreises, Christel Sprößler, stellte Kandidierende der vorderen Listenplätze der drei Ortsvereine vor.

Zur Verköstigung hatte die SPD nach dem Sektempfang Kaffee und Kuchen geboten. Die reichhaltige Kuchentheke war am Ende der Veranstaltung fast vollständig aufgegessen. Allerdings wurde kein Kaffeeklatsch geboten, sondern die insgesamt sieben Kandidierenden, neben jeweils zwei pro Ortsverein, wurde auch der SPD-Kandidat Cornelius Hecker für die Ortsbeiratswahl in Altheim vorgestellt.

Christel Sprößler, selbst auf Listenplatz 2 der SPD im Kreis, begann mit den Münsterer Gastgebern, für die Nina Zeitz und Wolfgang Weber aufs Podium kamen. Nina Zeitz erklärte, dass die Schaffung bezahlbaren Wohnraums im Fokus der Münsterer SPD stehe. Als Erfolg sieht sie, dass durch die beiden Projekte  an der Darmstädter Straße und am Werlacher Weg 57 Wohnungen entstehen. Über die geplante Lärmschutzwand an der Bahnlinie, über die bei einem Bürgerbegehren abzustimmen ist, bedauerte sie, dass immer noch viele Bürger über die Fakten aufgeklärt werden müssen. Eine Entscheidung für die Lärmschutzwand bedeutet eine Entscheidung für die Gesundheit der Menschen. Ein anderes Thema sprach Wolfgang Weber an. „Im Kern geht es darum, dafür zu sorgen, dass uns die Zukunft nicht überholt. Eine Gemeinde darf nicht stehenbleiben, nur auf Bewährtes hoffen und in der Gegenwart verharren. Es muss immer nach vorne gehen.“ SPD sieht er angesichts der „Plakate der Konkurrenz“ – der CDU – gefordert. Da gehe es  „gegen Müll, gegen Gendern, gegen Flüchtlinge, sogar gegen Ampeln. Das sind Kämpfe mit der Gegenwart. Das bringt Münster und Altheim nicht weiter. Die CDU will offenbar weiterhin nur Stillstand. Ihr gutes Recht! Es wäre nur gut, wenn sie aufhören würde, dabei zugleich Millionen an Investitionsmitteln zu versenken.“

Cornelius Hecker will als Altheimer Ortbeirat, für den er für die SPD kandidiert, die das Problem unzureichender Einkaufsmöglichkeiten angehen. Auch die Mobilität sei für viele Menschen in Altheim eingeschränkt. Hier will er den Hebel ansetzen.

Interessant auch die Schwerpunkte der Dieburger Sozialdemokraten. Ferdi Böhm hielt ein Plädoyer für die Kreisklinik und die Medizinischen Versorgungszentren im Kreis.  Vorbildlich, was der Kreis hier leiste. Gerade mit den MVZ ist der Landkreis Darmstadt-Dieburg Vorreiter für ganz Deutschland, was eine sichere medizinischer Versorgung der Menschen anbelangt. Auf die Frage, was sie an der Politik reize, antwortete Dieburgs Ortsvereinsvorsitzende Sabine Schnurr, die erst seit 2023 Stadtverordnete ist, die Kommunalpolitik biete eine Vielfalt von interessanten und wichtigen Themen, die zum Wohl der Bürger/innen zu behandeln sind.

Seine erste Sporen hat sich der zum Ende des vergangenen Jahres frisch gewählte neue Eppertshäuser SPD-Vorsitzende Andreas Karl verdient, indem dank seines Engagements es gelungen ist, auf den letzten Drücker eine SPD-Liste zur Kommunalwahl zu erstellen. Dazu hatte er jede Menge Gespräche geführt und vieles Organisatorische zu bewältigen. Er kandidiert für die Gemeindevertretung und den Kreistag. Ihm sind ist ärztliche Versorgung in der Gemeinde, die Modernisierung der Schulen in Darmstadt-Dieburg und natürlich auch die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit der S2-Bahn von Dieburg über Rödermark nach Frankfurt ein Anliegen. Bürgernähe ist für Axel Lembke, der Gemeindevertreter und Mitglied im Sozialausschuss ist, wichtig: „Wir brauchen Transparenz und Bürgernähe, zum Beispiel durch eine frühzeitige Bürgerbeteiligung bei wichtigen Projekten. Zudem fordert er bezahlbaren Wohnraum für alle Generationen.

Christel Sprößler (Mitte) mit den Münster Kandidierenden Nina Zeitz (rechts) und Wolfgang Weber (links).

Christel Sprößler (Mitte) mit den Münster Kandidierenden Nina Zeitz (rechts) und Wolfgang Weber (links).

 

Die Dieburger Sabine Schnurr (links) und Ferdi Böhm (rechts) standen Moderatorin Christel Sprößler (Mitte) Rede und Antwort.

Die Dieburger Sabine Schnurr (links) und Ferdi Böhm (rechts) standen Moderatorin Christel Sprößler (Mitte) Rede und Antwort.

 

Dem neuen Eppertshäuser Ortsvereinsvorsitzende Andreas Karl (links) und Axel Lembke (rechts) sind die ärztliche Versorgung und eine gute S-Bahnverbindung nach Frankfurt wichtig. Aufmerksam hört Christel Sprößler (Mitte) zu.