Letzte Gemeindevertretersitzung: Zwischen höchster Anerkennung und „24/7“ tiefem Respektmangel: Ein Abend der Gegensätze

Die jüngste Sitzung der Gemeindevertretung markierte einen emotionalen Wendepunkt – sowohl im positiven als auch im erschütternden Sinne. Was als feierliche Würdigung langjährigen Engagements geplant war, endete in einem beispiellosen Eklat durch die Fraktionsspitze der CDU.

Denn am Ende des Abends richtete Elke Müller noch ein paar Worte zum Abschied an die Gemeindevertretung . Über fast vier Jahrzehnte hinweg hat sie sich unermüdlich ehrenamtlich für unsere Gemeinde eingesetzt. Als Zeichen der tiefen Dankbarkeit erhoben sich die Mitglieder aller Fraktionen sowie die anwesenden Bürger und der Gemeindevorstand von ihren Plätzen. Stehender Beifall unterstrich die Bedeutung ihres Wirkens für die Gemeinschaft.

Doch das Bild der Geschlossenheit hielt nicht stand. Während der gesamte Saal der verdienten Ehrenamtlerin die Ehre erwies, bot die CDU-Spitze um Thorsten Schrod ein Bild der Ignoranz. Trotz des feierlichen Rahmens und der überwältigenden Mehrheit, die Respekt zollte, blieben die Verantwortlichen der Union demonstrativ sitzen. Besonders bitter stieß den Beobachtern dabei die offensichtliche Doppelmoral auf: Nur kurze Zeit später, bei der Verabschiedung eines eigenen Parteimitglieds der CDU, schaffte es die Fraktionsspitze problemlos, sich geschlossen von den Stühlen zu erheben.

Ein Schlag ins Gesicht des Ehrenamts: Dieses selektive Aufstehen macht das Verhalten gegenüber Elke Müller umso unverzeihlicher. Es zeigt, dass Respekt und Anstand bei Thorsten Schrod und seiner Führungsriege offenbar an das Parteibuch gebunden sind. Wenn die Würdigung eines Lebenswerks davon abhängt, ob jemand der eigenen Fraktion angehört, ist dies ein trauriger Tiefpunkt der politischen Kultur in unserer Gemeinde. Ein solches Verhalten ist nicht nur eine persönliche Beleidigung gegenüber Elke Müller, sondern ein Signal an alle Ehrenamtlichen, dass ihr Einsatz nur dann zählt, wenn er in das politische Weltbild der CDU passt. Für uns geht Elke Müller mit erhobenen Hauptes und unter dem ehrlichen Applaus derer, die ihren Einsatz parteiübergreifend zu schätzen wissen. Zurück bleibt jedoch eine CDU-Führung, die an diesem Abend durch ihre Respektlosigkeit und ihr Messen mit zweierlei Maß jegliche Vorbildfunktion verloren hat – und das konsequent „24/7“, ganz wie es ihr eigener Wahlkampfslogan verspricht!